Cichlasoma portalegrensis

  • Cichlasoma portalegrensis wurde im Jahr 1870 durch den deutschen Zoologen Hensel beschrieben. Der beschriebene Cichlide stammt aus der Umgebung der Stadt Porto Alegre in Brasilien und daher die Artnamensgebung portalegrensis.

    Name: Cichlasoma portalegrensis


    Deutsche Bezeichnung: Streifenbuntbarsch, Porto Alegre – Buntbarsch


    Andere bekannte Bezeichnungen: Port Cichlid


    Erstbeschreiber : Hensel, 1870


    Synonyme / Pseudonyme: Cleithracara portalagrensis, Aequidens portalegrensis, Acara portalegrensis, Acara minuta


    Gattung: Cichlasoma


    Familie: Cichlidae


    Herkunft; Südamerika


    Vorkommen: Brasilien, Bolivien und Uruguay


    Größe:

    Männchen (in cm) > 20 cm

    Weibchen (in cm) < 20 cm


    Ernährung: Allesfresser (omnivor)


    Wasserwerte: ph-Wert 6 - 7,5, dH - Wert 0° - 10° , Temperatur 20° - 27° Celsius


    Fortpflanzungstyp: Offenbrüter


    Allgemeines:

    Der deutsche Zoologe Hensel beschrieb den Cichlasoma portalegrensis im Jahr 1870, damals noch als Acara portalegrensis. Der Artnamensgebung liegt Fundstelle des Holotypus zugrunde. Gefunden wurde dieser Cichlide in der Nähe der Millionenstadt Porto Alegre im Süden Brasiliens. Durch die Umgestaltung der Acara – Gattung wurde er dann ein Aequidens portalegrensis und dann endlich im Jahr 1983 durch Kullander endgültig als Cichlasoma erkannt zu werden und somit ein echter Cichlasoma zu werden. Inzwischen ist aber auch bekannt, dass er sich ebenfalls in Bolivien und auch in Uruguay seine Habitate gesichert hat. Diese Fundstellen signalisieren uns aber, dass es sich hierbei um einen subtropischen Buntarsch handelt, welche von daher sehr temperaturtolerant sind. Sie kennen somit auf winterliche Temperaturen, jedenfalls in ihrer Heimat. Man kann sie somit auch als Stromspar – Cichliden bezeichnen. Bei ihnen kann auf einen Heizstab in ihrem Aquarium verzichtet werden. Raumtemperatur reicht für ihn völlig aus.


    Von daher nimmt es auch nicht Wunder, dass dieser schöne Buntbarsche schon um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert hier in Deutschland sich überaus großer Beliebtheit erfreute. Dies gibt bis zum Anfang des zweiten Weltkriegs so fort und die damaligen Zoo-Geschäfte hatte mit dem Cichlasoma portalegrensis einen wahren Verkaufsschlager. In die USA wurde er übrigens im Jahr 1913 eingeführt. Die Haltung dieses Cichliden in einem Aquarium mit einer Beckenkantenlänge von 140 cm bei Pärchenhaltung ist nicht sonderlich schwierig. Er liebt es, wenn Versteckmöglichkeiten wie ein üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und ins Wasser hängendes Gehölz seine Umgebung absichern. Ein feiner Sand – Kiesboden und ein paar Steine und fertig ist sein kleines zuhause.


    Die Gewässer in welchen er sich befindet waren die Lagoa dos Patos, der Rio Torres und der Río Grande do Sul. Und auch er liebt es, wenn Versteckmöglichkeiten wie ein üppiger Pflanzenwuchs aus Wasser - und Sumpfpflanzen und ins Wasser hängende Ufergewächse seine Umgebung absichern. Ein kleine Anmerkung: In der Natur legt diese Art ihre Eier oft auf ins Wasser gefallene Blättern ab, so dass die Brut bewegt werden kann, wenn sie von Raubtieren bedroht oder austrocknet. Diese Blätter werden dann wie ein Kinderwagen quer durchs Aquarium gezogen. Diese Form von Kinderbewachung hat ihnen auch schon oft Beschreibungen als Aeguidens oder Krobias aber anderer Arten, eingebracht.


    Da die Cichlasomas alle zu den sehr friedlichen und unkomplizierten Arten der gesamten Bandbreite an Cichliden bilden, ist es auch nicht schwierig Gesellschaftsbecken zu gestalten, man kann mit ihnen ähnlich veranlagte Cichliden, aber auch friedliche Salmler, lebendgebärende Zahnkarpfen und auch Welse vergesellschaften. Die Beckengröße ist dann eben entsprechend zu wählen.


    Auch die Ernährung dieses Cichliden stellt kein großes Problem dar. Sie nehmen einfach alles an was ins Maul passt. Und wenn dann alles passt werden sie doch schon zwischen 6 und 8 Jahre alt und beglücken uns dann auch noch mit der einen oder anderen Nachzucht. Ja auch sie sind Offenbrüter.




    Bild von Cichlasoma portalegrensis

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