Cryptoheros cutteri

  • Der Cryptoheros cutteri wurde im Jahr 1932 durch Fowler beschrieben, er widmete ihn zu Ehren von Victor M. Cutter (1881-1952), einem Mann für sein Interesse an der Zoologie und seine Unterstützung der Akademie der Naturwissenschaften gegenüber.

    Name: Cryptoheros cutteri


    Deutsche Bezeichnung : Cutters Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Fowler, 1932


    Synonyme / Pseudonyme: Cichlasoma cutteri


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Honduras und vermutlich Nicaragua


    Größe Männchen : 10 - 15 cm


    Größe Weibchen : 8 -12 cm


    Wasserwerte: pH 7 - 7,5; Härte dH 3° - 10°; Temperatur 20° -29° Celsius


    Ernährung : Algenfresser, Tetritus - Fresser, aber omnivor geht auch


    Fortpflanzung : Höhlenbrüter (?), Offenbrüter


    Beschreibung:


    Dieser Buntbarsch gelangte schon im nächsten Jahr nach Deutschland. Dieser bis zu 15 cm groß werdende Cichliden erfreute sich bis Anfang der 40er Jahre großer Beliebtheit innerhalb der Aquarianer, bis er dann Ende der 80er aus den Aquarien verschwand. Die Findungsorte sind so wie schon von unserem Malte angemerkt, beschränkt auf die Staaten Honduras und vermutlich Nicaraguas und hier verteilt auf Flüsse, welche sowohl ins karibische Meer ( Atlantik ) münden aber auch auf Flüsse, welche in den Pazifik münden. Er gilt als der am weitesten in Honduras verbreitete Cichlide. Zum Findungsort innerhalb Nicaraguas trugen dann noch Uwe Werner und Stawikowski bei, welche ihn im Rio Prinzapolka fingen und eigentlich meinten einen Cryptoheros spilurus gefangen zu haben. Im Nachhinein dürfte es sich aber um einen Cryptoheros cutteri gehandelt haben.


    Nach jetzigem wissenschaftlichem Kenntnisstand ist der Cryptoheros cutteri damit der am weitesten verbreitete Cichlide in Honduras. Entsprechend unterschiedlich ist die Beschaffenheit seiner Lebensräume. Man findet sie an sowohl in kleinen Fließgewässern als auch in Restwassertümpeln aber auch an Uferbereichen größerer Flüsse und Seen. Sie scheinen aber klares Wasser und steinigem Untergrund zu lieben. Das Wasser ist meist weich, leicht alkalisch und verhältnismäßig kühl (21-26°C), aber diese Art lebt auch im bis zu 29°C warmen Wasser des Lago Yoyoa, wo sie besonders groß wird. Ich denke, dass dies den verschiedenen Längenangaben geschuldet ist. Zwischen den verschiedenen Standortvarianten gibt es von daher leichte Unterschiede in der Größe und Farbintensität, das Gesamtbild dieses Fisches ist dennoch recht konstant.


    Daran kann man schon erkennen, wie dicht zusammen diese 3 Arten zusammen sind. Nun selbst ausgesprochenen Cichliden - Kennern ja selbst Ichthyologen fällt es schwer diese 3 Cryptoheros - Arten auf den ersten Blick zu unterscheiden. Und doch gibt es sie, die " kleinen " Unterschiede.

    Es fängt schon beim Charakter an, nun der Cryptoheros cutteri ist im Verhältnis zu seinen Gattungs-Genossen schon ein Rabauke. Beim Cutteri sind schon eher mittelgroße mittelamerikanische Cichliden, welche ebenfalls nicht allzu aggressiv sind, wie zB. Cribroheros robertsoni, Hypsophrys nicaraguensis oder Rocio octofasciatus nur einmal um ein paar zu nennen. Auch größere Lebendgebärende, Salmler und / oder Welse sind jederzeit möglich.

    Diese Vergesellschaftung sorgt erstens dafür, dass die beigesetzten Fische nich zu stark unter Druck geraten und bei den Cutteris fördert dies den Paarzusammenhalt. Bei dieser Cryptoheros - Art ist das Weibchen das dominantere Teil des Pärchens, sie balzt das Männchen an, sie lockt das Männchen an die von ihr vorgesehene Laichstelle, sie bettet nach dem Befruchtungsvorgang die Eier immer wieder um und sie bewacht diese nach dem Schlupf. Er darf dafür immer wieder neue Gruben ausheben. Und hier haben wir schon den nächsten Unterschied. Die Cryptoheros gelten im Allgemeinen als Höhlenbrüter, doch auf den Cutteri trifft dies so nicht zu, sie sind Offenbrüter, welche sehr gerne auch ihren Laich bis zu senkrecht stehenden Steinplatten anbringen. Recht produktiv sind sie nicht, sie bekommen max. 200 Jungtiere, aber sie sind wie ihre ehemaligen Gattungsgenossen, die Amatitlania nigrofasciata, aufgrund ihrer Wehrhaftigkeit doch eine anzählige Jungenschar durch. Die beiden Elterntiere ergänzen sich super, indem das Männchen nach dem Schlüpfen der Jungfische immer wieder Gruben gräbt und das Weibchen diese dann umbettet..... am besten in selbst gebaute Höhlen unter Steinen. Also sichert Eure Stein gegen Einsturz. Nach 6 bis 7 Tagen schwimmen die Jungen frei aber immer unter Anleitung und Bewachung durch die Eltern.

    Diese Art ist sehr schnellwüchsig.... innerhalb von 5 bis 6 Monaten bei richtiger Ernährung und emsigen Wasserwechseln ( muss eigentlich nicht darauf hingewiesen werden ) haben sich diese kleinen Wuschel in Cichliden von 5 bis 6 cm entwickelt und können sich ab dieser Größe schon wieder verpaaren und für neue Nachzuchten sorgen. Der letzte " kleinere " Unterschied liegt in der Ernährung. Sie sind wohl ausgesprochene Allesfresser ( omnivore ) , doch sollte bedacht werden, dass sie Nahrung benötigen, welchen einen pflanzlichen Anteil haben, da sie ansonsten ihre pflanzliche Nahrung in Form frischer Triebe der bestehenden Wasserpflanzen zu sich nehmen.



    Bild von Cryptoheros cutteri

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