Neetroplus nematopus

  • Der Neetroplus nematopus ist ein so interessanter Cichlide, dass man gar nicht weiß wo anfangen. Er ist ein kleiner und tapferer Vertreter der mittelamerikanischen Buntbarsche .

    Name: Neetroplus nematopus


    Deutsche Bezeichnung :


    Erstbeschreiber: Günther, 1867


    Synonyme / Pseudonyme: Hypsophrys nematopus,


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Nicaragua und Costa Rica und hier im Managuasee, im Nicaraguasee, im Xiloásee, im Río San Juan sowie in anderen in die Karibik mündenden nicaraguanischen Flüssen. Auch in Kraterseen


    Größe Männchen : >15


    Größe Weibchen : 12/ 13


    Wasserwerte: pH 7 - 8; Härte dH 3° - 20°; Temp. 22° -32° Celsius


    Ernährung : Algenfresser, Detritus - Fresser und Fischfresser


    Fortpflanzung : Höhlen - , Felsspalten - Brüter


    Beschreibung:

    Nun der Neetroplus nematopus, welcher im Jahr 1867 durch den deutschen Zoologen Albert Günther beschrieben wurde und welchem gleichzeitig auch gleich eine neue Gattung zugeordnet wurde, wird umgangssprachlich als Neets bezeichnet oder auch, da sein Aussehen doch sehr stark an die Tropheus - Gattung aus dem Tanganjika - See erinnert. So kommt es auch, dass man ihn als Arme Leute - Tropheus nennt. Doch was veranlasste Günther ihm diesen Namen zu geben ..... der Artnamensgebung Neetroplus bedeutet, dass er im Jahr 1867 nicht als engverwandt Ne griechisch ( Nein ) mit der Cichliden - Gattung Etroplus angesehen wurde. Während die Art - Wortwahl nematopus aus dem griechischen nemato für Faden und aus dem griechischen pus für Fuß kommt. Dies bezieht sich auf die langen Beckenflossen.

    Wie gesagt wurden Art und Gattung 1867 durch A. Günther beschrieben. Im Jahr 2007 wurde die Art der Gattung Hypsophrys zugeordnet und Neetroplus mit Hypsophrys synonymisiert. Im April 2016 wurde die Gattung Neetroplus durch Rican wieder revalidiert, obwohl unstrittig ist das Hypsophrys nicaraguensis und Neetroplus nematopus Schwesterarten sind. Die beiden Arten unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Schädel- und Zahnmorphologie und in ihrer Ernährungsweise. Somit stehen auch die Synonyme dieser Art fest, es sind dies Hypsophrys nematopus, Neetroplus fluviatilis, Meek 1912 und Neetroplus nicaraguensis, Gill, 1877 ( Nicht zu verwechseln mit Heros nicaraguensis ebenfalls von Günther schon im Jahr 1864 ) Er kommt jedenfalls aus den mittelamerikanischen Ländern Nicaragua und Costa Rica. Hier bewohnt er sowohl Flüsse und Seen als auch Kraterseen. Ihre Habitate, sind meist felsenreich bzw. mit mit einem Sand/Geröll - Boden versehen. Und ganz genau so sollte auch ein Aquarium für sie gestaltet werden. Das Wasser in diesen Habitaten ist mittel- bis stark- alkalisch und hart. Die Temperaturen variieren je nach Biotop zwischen 22°C-32°C. Die Art benötigt sehr sauerstoffreiches und unbelastetes Wasser. Das geht soweit, dass bei schlechten Bedingungen die Fische auch aus dem Aquarium zu springen versuchen.

    Nun auch innerhalb ihrer eigenen Art sieht man an woher sie stammen. So bilden männliche Tiere, welche aus Seen stammen Stirnbuckel im Alter und solche aus Flüssen bilden diese gar nicht oder nur ganz schwach.

    Zur Ernährung sei kurz erwähnt, dass sie aufgrund ihrer Zähne, diese sind stumpf und ihrem sehr kleinen Maul, diese auf das Abweiden von Algen und anderem Aufwuchs angepasst haben. Nun haben Magenuntersuchungen von Tieren aus dem Xiloásee unter anderem ergeben, dass Jungfische des Zitronenbuntbarsches und von Parachromis dovii fraßen, während ausgewachsene Parachromis dovii wiederum Neetroplus nematopus erbeuten. Er frisst eben auch alles was ins Maul passt. Vom Fressverhalten kann man sagen, sie sind Allesfresser. Und so werden von Ihnen auch außerhalb der Fortpflanzungszeit ergiebige Nahrungsreviere verteidigt werden.


    Schon dies zeigt uns, er ist kein Anfänger - Fisch und benötigt ein Art - Becken mit sehr viel Aufmerksamkeit.


    Es sind sehr wehrhafte Cichliden, welche ihr Potenzial aber erst so richtig während ihrer Fortpflanzung zeigen. Hier sind sie revierbildet und auch sehr wehrhaft. Sie bekommen zwischen 100 bis 150 Eier, welche ca.2,25 mm groß sind und diese bekommen sie fast alle durch. Daran kann man erkennen,dass dieser Höhlenbrüter seine Jungen aufopferungsvoll pflegt und dies bis zu zweieinhalb Monaten! Dabei, wird nicht wie bei anderen Buntbarschen nur das Revier verteidigt. Nein es wird alles attaktiert, auch andere Fische die nicht in Sichtweite aber im Revier sind werden bewusst gesucht. Und sollten diese nicht ausweichen, werden sie im Becken getötet oder verlieren ihre Augen bis nur noch das brutpflegende Pärchen übrig bleibt.


    Also kein ganz einfacher aber dennoch sehr interessanter Buntbarsch fürs Art-Becken


    Bild von  Neetroplus nematopus

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