Parachromis managuensis

  • Nun innerhalb der Parachromis - Gattung gibt es immer wieder einmal Überraschungen. Was gilt Parachromis managuensis oder eigentlich Parachromis gulosus ?

    Name: Parachromis managuensis ( Günther, 1867 )


    Deutsche Bezeichnung: Jaguar – Buntbarsch, Managua - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Louis Agassiz, 1859 ( Parachromis gulosus, “nomen oblitum“ ), ( Günther, 1867 )


    Synonyme / Pseudonyme: Heros managuensis, Cichlasoma managuense, Nandopsis managuensis, Parapetenia managuensis, Parachromis gulosus


    Familie: Buntbarsch, Cichlide


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Natürlich in Nicaragua, Costa Rica und Honduras,

    Eingebracht in Cuba, El Salvador, Panama,Guatemala, Mexiko, Belize, USA und auch in Brasilien ( Rio Doce )


    Größe

    Männchen : 40 cm

    Weibchen : 35 cm


    Beckenlänge: ab 200 cm


    Wasserwerte: pH Bereich 7,0 - 8,5, Härte 10 – 20 ° dH, Temp.23° - 30 ° Celsius


    Ernährung: carnivor


    Fortpflanzungsart: Öffenbrüter


    Beschreibung:

    Da wird aus einem Parachromis loisellei dann ein Parachromis friedrichsthalii und aus einem Parachromis friedrichsthalii ein Parachromis multifasciatus. Und auch beim Parachromis managuensis ging es ähnlich zu, denn der Parachromis managuensis wurde bereits 1859 von Louis Agassiz beschrieben, nur eben als Parachromis gulosus ( griechisch - Großmaul ). Gleichzeitig stellte er dann auch die Gattung Parachromis auf. Und somit müsste der Parachromis managuensis eigentlich Parachromis gulosus heißen. Doch diese Beschreibung geriet in Vergessenheit und so kam es, dass die Beschreibung von Günther im Jahr 1867 seinen Cichliden aus dem Managua See in Nicaragua als Heros managuensis zum Zuge. Dies hat zur Folge, dass die Erstbeschreibung zum Synonym wurde. Sven O. Kullander und Hartel untersuchten dann erstmals im Jahr 1997 das Typusmaterial von Agassiz und stellten fest, dass diese Art mit der von Günther beschriebenen Art übereinstimmt. Zugleich stellten sie die Gattung Parachromis wieder als valide Gattung auf, doch sie hatten die Verjährung vergessen.


    Schon ob ihrer Größe von bis zu 40 cm ( Männchen ) ist eine Haltung in Becken mit 200 cm Kantenlänge anzuraten und dies bei Pärchenhaltung. Bei einer Gruppenhaltung sind entsprechende Aquarien zu empfehlen. Da der Parachromis managuensis naturgegeben ein Jäger ist und sich in seinen Habitaten hauptsächlich von kleinen Fischen ernährt sollte dies sowohl bei der Ernährung als auch bei einer eventuellen Vergesellschaftung berücksichtigt werden. Bei der Ernährung nimmt er jede Futterart dankbar an. Es sollte eben Proteinhaltig sein und auch schon aufgrund seiner Größe ist auch pflanzliche Kost zu berücksichtigen. Erbsen, Mais, Zucchini, Brokkoli, Krill, Mysis, Muscheln, Sticks, kleine Fische etc. Genommen wird eben alles und wenn schön abwechselnd gefüttert wird dann gedeiht er auch wunderschön.

    Der Parachromis managuensis sollte als Paar gehalten werden, da ansonsten sehr schnell die Aquarienfläche zu Ende geht. Eine Vergesellschaftung mit anderen Arten an mittelamerikanischen Cichliden wie Vieja, Chucos und Amphilophus usw. ist möglich, da die Parachromis managuensis keine starken Schwimmer sind und eigentlich mit ähnlich veranlagten anderen größeren Cichliden gut zurecht kommen..

    Die Aquarieneinrichtung sollte mit kleinen und größeren Steinen sowie etwas Holz gut strukturiert werden, damit auch Rückzugsmöglichkeiten bestehen und kein Stress im Aquarium aufkommt.

    Und ja auch sie sind Offenbrüter, welche dann schon einmal für 1000 bis 2000 Eier sorgen.



    Bild von  Parachromis managuensis 

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