Herichthys tepehua

  • Sein Name wurde aus der Nahuatl-Sprache gebildet und bedeutet „Die die Berge besitzen“. Es wurden somit die Tepehua- Indios, welche im Osten Mexikos beheimatet sind, geehrt.

    Wissenschaftlicher Name : Herichthys tepehua


    Erstbeschreiber : Maza-Benignos at. all, 2014


    Synonyme / Pseudonyme :


    Deutscher Name : Tepehua - Buntbarsch


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Mexiko, Rio Pantepec, Rio Tuxpan, Rio Cazones, Rio Tenixtepec, Rio Tecolutla und Rio Solteros


    Größe

    Männchen : 25 cm

    Weibchen : 20 cm


    Wasserwerte : pH 7,5 bis 8,3, dH 20°, Temperatur : 20° - 28° Celsius


    Ernährung : Allesfresser ( omnivor )


    Fortpflanzung : Offenbrüter


    Beschreibung:

    Der erst im Jahr 2014 durch Maza-Benignos und seine Kollegen beschriebene Herichthys tepehua ist in den Flüssen Rio Pantepec, Rio Tuxpan, Rio Cazones, Rio Tenixtepec, Rio Tecolutla und dem Rio Solteros sowie ihren Zuläufen im Bundesstaat Veracruz in Mexiko beheimatet.

    Nun auch dieser Cichlide unterscheidet sich in der Färbung je nach seiner Herkunft und diese ist nun einmal schon etwas größer was ja auch die Findungsorte signalisieren. Von seinen Merkmalen im Kopfbereich ( Markierungen, Tüpfel und Linien ) erinnert er doch an den kleineren Herichthys deppii. Auch er selbst verändert mit zunehmdem Alter sowohl seine Statur und auch seine Ausfärbung. So ist er in der Jugend schlank mit einem hellen gelbbraunem Aussehen. Dies wandelt sich dann zunehmend im Alter ins hochrückige und mit intensiver Blaufärbung. Dann kommen je nach Standort noch andere Färbungen hinzu und wieder haben wir einen Cichliden, welchen man so auf den ersten Blick nicht erkennt. Daher werden sie bei Vorstellungen immer mehrfach abgebildet, damit man sieht, wie variabel das Farbkleid dieses Fisches ist.


    Ihr natürliches Habitat spiegelt vor allem klares Wasser mit sandigem bis steinigen und schlammigem Boden wider. Der Herichthys tepehua kann auch in trübem Wasser gefunden werden , dies ist aber eher selten. Sie lieben klares Wasser und schon von daher sollte die Aquarium - Struktur ähnlich aufgebaut sein. Ein mit Sandboden, durchzogen mit größeren Steine, Steinplatten, Wurzeln und Gehölz und spärlicher Vegetation und die Tepehuas fühlen sich wohl. Das diese Tiere großzügige und häufige Wasserwechsel gepaart mit einen sehr guten Filterung brauchen versteht sich von selbst.


    Um ein harmonisierendes Paar zu bekommen, setzt man am besten 6 - 8 Jungfische zusammen und aus diesem bildet sich dann in der Regel ein Paar. Dieses Paar braucht um abzulaichen dann noch ein Substrat ( Steine oder glatte Wurzeln), welche penibel gereinigt werden. Nach der Eiablage dauert es dann in etwa 3 Tage bis zum Schlupf und weitere 3 Tage bis die " Kleinen " dann frei schwimmen. In dieser Zeit auch während des Führens der Jungfische sind sie sehr territorial und auch etwas zänkisch, vor allem gegenüber den eigenen Artgenossen.

    Andere Cichliden - Arten oder sonstige Beifischen werden von ihnen übersehen, außer sie wären zu klein. Dann könnte es ja Nahrung sein.


    Nun zur Ernährung.

    Sie fressen in ihrer natürlichen Umgebung aus Seen Schnecken aber auch Insekten, in Flüssen vor allem Garnelen und auch wieder Insekten. Ein Großteil der Ernährung ist zudem pflanzliche Kost, Aufwuchs ja sogar Detritus. Und genau dieses hat ein erst neulich erschienene wissenschaftliche Arbeit über die Ernährung der Herichthys ergeben. Er ist der einzige aus der Herichthys - Gattung, welche man mit Fug und Recht als Allesfresser ( omnivor ) bezeichnen kann. Außer ihm ist diese Ernährungsvielfalt nur noch beim Herichthys molango ( leider keine valide Art ) zu beobachten, alle anderen Arten sind Spezialisten bei der Ernährung. Er ist deshalb nicht wählerisch und nimmt im Aquarium alles Dargebrachte gerne an.


    Bild von Herichthys  tepehua

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