Herichthys tamasopoensis

  • Artigas Azas hat im Jahr 1993 im Jahr der Beschreibung des Herichthys tamasopoensis den Findungsort also Tamasopo in Mexiko als Typuslokalität, abgeleitet vom -Wort Tam-Azote ,welches Ort der Wasserfälle“ bedeutet.

    Wissenschaftlicher Name : Herichthys tamasopoensis


    Erstbeschreiber : Artigas Azas, 1993


    Synonyme / Pseudonyme : Cichlasoma tamasopoensis


    Deutscher Name : Tamasopo Buntbarsch


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Mexiko, Rio Tamasopo, Rio Gallinas und Rio Ojo Frio


    Größe

    Männchen : < 20 cm

    Weibchen : < 16 cm


    Wasserwerte : pH 7,8 bis 8,3, dH 100°, Temperatur : 18° - 28° Celsius


    Ernährung: Detritus - Fresser


    Beschreibung:


    Der erst im Jahr 1993 durch Artigas Azas beschriebene Herichthys tamasopoensis ist im Gegensatz zu den anderen Vertretern dieser Gattung ein eher kleinerer Cichlide, sie werden maximal 20 cm in der Totallänge, während die Weibchen schon gut 4 bis 5 cm kleiner bleiben. Dieser wunderschöne Buntbarsch stellt schon seine Ansprüche an die Halter. So hat man doch die Pflicht einige Parameter in die Haltung mit einzubeziehen.


    Die Wassertemperatur sollte sich ihrem natürlichen Umfeld anpassen, so dauert die Regenzeit von Ende Mai bis Mitte Oktober, in dieser Zeit sinkt die Temperatur von anfänglich 28 ° Celsius auf 18° Celsius zum Teil noch darunter wie zum Beispiel im Rio Ojo Frio.


    Gleichzeit geht die Strömung nach oben und die Verunreinigungen nehmen zu. Ihr Gewässer einen pH-Wert von über 7,8 ,welches einen hohen Gehalt an gelösten Mineralien aufweist. Härtemessungen haben über 100 ° GH ergeben und sind keine Seltenheit. Dieses ist mit zu übernehmen und Temperaturen über 28° Celsius sollten unterbleiben, zudem ist hier der wöchentliche Wasserwechsel unumgänglich und es ist auch für die nötige Sauerstoffanreicherung zu sorgen.


    Auch bezüglich ihrer Ernährung ist jetzt seit kurzem wissenschaftlich dokumentiert, dass die Herichthys tamasopoensis sich fast ausschließlich von Detritus ernähren. Sie kratzen mit ihrem entsprechenden Gebiss im steilen Winkel zu den Felsen und befreien diese vom Substrat. Dies wurde wohl schon früher beobachtet, dass ganze Rudel der Tamasopoensis sich so verhalten. Doch man nahm an, dass sie Pflanzen -Fresser sind, nein sie sind Detritus - Fresser und das zu über 90%. Dem ist natürlich ebenso Rechnung zu tragen, nur dann entwickeln sich diese prächtigen und wunderschönen Cichliden gesund und erfreuen uns.


    Wenn alles stimmig ist, das Aquarium mit größeren Steinen, Wurzeln und Gehölz versehen wurde, dürfte es auch mit Nachzuchten funktionieren. Aber auch hier verhalten sie sich atypisch, sie sind wie alle anderen Herichthys Freilaicher indem sie die Laichstelle zum Beispiel einen größeren Stein putzen und auf ca. 5 cm im Durchmesser ihre gelblichen ovalen Eier platzieren. Dies sind dann so gegen 200 Stück. Schlüpfen die Jungfische dann, werden sie in eine extrem kleine Bodenmulde verbracht, welche gerade einmal 2 cm im Durchmesser misst. Die Herichthys tamasopoensis haben damit die absolute Kontrolle und die Jungen haben somit auch Schutz gegenüber Welsen und mit den Eltern ist dann auch nicht mehr zu spaßen.


    Zur Vergesellschaftung kann man sagen, in ihrem natürlichen Habitat teilen sie sich dieses mit Dem Herichthys pame und dem Herichtys steindachneri. Aber auch mit Lebendgebärenden wie Xiphophorus montezumae, Poecilia mexicana limantouri und Gambusia panuco.


    Nun noch vor ein paar Jahren hat noch ein regelrechter Hype zu diesem Cichliden stattgefunden. Sie wurden auch mit viel Erfolg nachgezüchtet und heute sind sie nicht mehr vorhanden. Und dies im Hinblick, dass auch ihr Lebensraum in Gefahr ist. Diese Art gilt offiziell als nicht bedroht und doch tun unbehandelte oder schlecht behandelte Abfälle von Zuckermühlen sowie Pestizide und

    Düngemittel, die für die Zuckerrohrproduktion verwendet werden, ihr übriges.


    Bild von Herichthys tamasopoensis

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