Herichthys pantostictus

  • Der Herichthys pantostictus, welcher 1983 durch Taylor & Miller beschrieben wurde besteht durch die Worte pantos sprich für alle; und Stiktos sprich gefleckt, bezieht sich auf die vielen kleinen, dunkelbraunen Flecken, welche sich über dem größten Teil seines Körpers verteilen.

    Name: Herichthys pantostictus


    Deutsche Bezeichnung: Blauer Labridens, Roter Labridens, rot gefleckter Labridens, Manchado, Chairel Cichlid



    Erstbeschreiber: Taylor & Miller, 1983 )


    Synonyme / Pseudonyme: Cichlasoma pantostictum, "Cichlasoma" pantosticum, Nandopsis pantosticta, Nosferatu pantostictus, Nosferatu pratinus, Herichthys pratinus


    Gattung: Herichthys


    Familie: Cichliden, Buntbarsche


    Herkunft: Mittelamerika -> Mexiko


    Größe

    Männchen (in cm) 16

    Weibchen (in cm) 14


    Wasserwerte: pH 7°- 8°, dH < 20°, 20°- 28° Celsius


    Fortpflanzungstyp: Offenbrüter


    Gefährdung nach IUCN "Red List": VU - Vulnerable (gefährdet)


    Beschreibung:

    Herichthys pantostictus, welcher erst im Jahr 1983 beschrieben wurde, erfährt, entgegen der anderen Vertreter der Gattung, eine weite Verbreitung in Mexiko. Er wurde in mehreren Bundesstaaten Mexikos nachgewiesen. Über den Herichthys pantostictus gibt es nicht viel an Informationen, da seine natürlichen Habitate sehr abwechslungsreich sind, sie gehen von schnellfließenden Flüssen, über langsam fließende fast schon kriechende Bäche bis zu Brackwasser.

    Und aufgrund dieser Tatsache hat er sich zum variabelsten Herichthys entwickelt. Er ist der kleinste Vertreter dieser Gattung und eigentlich auch in der Nahrungsaufnahme ein Spezialist, seine Hauptnahrung sind Insekten, gepaart als Aufwuchs-( Algen ) und Detritus - Fresser. Bei dieser einmaligen Cichliden - Art kann man schon fast mit den Augen erkennen, aus welchem Gebiet der betreffende Fisch stammt.

    Nahezu jeder Fundort verfügt über seine eigene Farbvariante. Die Farbgebung reicht dabei von blau über rote Flecken/Punkte mit roter Afterflosse bis zu einer überwiegend roten Basisfärbung. Die Grundfarben rot, blau, gelb sind in unterschiedlichem Anteil und allen Variationen vertreten. Und dennoch ist es bei dieser Art wichtig zu wissen, woher sie wirklich stammen, da diese Art doch mehr oder weniger Wasserströmung braucht.

    Zum Beispiel sind folgende Vorkommen dokumentiert:

    - Mündung des Rio Panuco und die Flüsse nördlich der Tiefebene ( Brackwasser )

    - Rio Tampaón, Rio Moctezuma, Rio Coy, Rio Pujal und Rio Valles ( Herichthys pantostictus var. Blauer Labridens )

    - Rio Tamesí, Rio Guayalejo und Nebenflüsse ( Herichthys pantostictus var. Roter Labridens -> Manchado -

    > rot gefleckter Labridens )

    Entsprechend sollte auch ein Aquarium strukturiert werden, ein eingebrachter Sandboden, dürfte jedenfalls nicht falsch sein durchzogen mit einigen größeren Steinen und Wurzeln, damit die Tiere sich zurück ziehen können und gleichsam als Reviergrenzen dienen. Auch Laubblätter und / oder Schwimmpflanzen geben einem Herichthys - Becken noch eine gewisse Note.Dann je nach Herkunft eine angepasste Strömung.

    Dann klappt es auch mit der Nachzucht dieses wunderschönen Cichliden und dann kann man wunderschön beobachten wie geschickt diese Art in ihrer Brutpflege ist und ihre Jungfische umsorgt und verpflegt. Da wird dann schon einmal das Substrat aufgewirbelt um die Jungfische ans Futter zu lassen, auch Blätter werden für sie angehoben.... könnten ja noch Speisereste darunter sein.

    Man sieht, dass die Ernährung dieser Art nicht schwierig ist, alle gängigen Futtersorten mit hohem pflanzlichem Anteil werden gerne angenommen werden, doch auch hier ist angeraten den einen oder anderen Diät-Tag einzuhalten.

    Auch einer Vergesellschaftung dieser Art steht eigentlich nichts im Wege. Es eignen sich entsprechend der Größe Salmler, Lebendgebärende Zahnkarpfen und Welse. Auch andere Cichliden, welche sie nicht unterdrücken. lassen sich in einem gut strukturierten Aquarium vergesellschaften. Die Beckengröße sollte dann allerdings nicht unter 2 Meter betragen.


    Bild von Herichthys pantostictus

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