Herichthys labridens

  • Der Herichthys labridens wurde im Jahr 1903 durch Pellegrin beschrieben und auch hier wurde uns ein Hinweis gegeben, das Wort labridens kommt von Labrum , was Lippe bedeutet und Dens , was Zähne heißt , somit wahrscheinlich bezogen auf zwei vergrößerte Zähne in der äußeren Reihe auf der Oberlippe.

    Name:Herichthys labridens


    Erstbeschreiber :Pellegrin, 1903


    Synonyme / Pseudonyme:Nosferatu labridens, Heros labridens , Cichlasoma labridens. Nandopsis labridens, Parapetenia labridens


    Andere Bezeichnung: Mojarra, Gelber Labridens


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Mexiko ( Nordosten ) und hier dem Atlantik zugewandten Teil. Die Fundstellen sind das Einzugsgebiet des Rio Panuco, dieses ist ein weit verbreitetes Gewässersystem. Außerdem ist hier der Oberlauf des Rio Verde und vor allem die Lagune Media Luna zu nennen.


    Beckenlänge:120 cm bei Pärchen-Haltung, wenn möglich größer.


    Wasserwerte: pH 7,6 bis 8,2, dH 10 bis 100°, Temp. von 20°C bis 28° Celsius


    Größe

    Männchen (in cm) 25


    Weibchen (in cm) 22


    Ernährung Insekten - und Schneckenfresser


    Fortpflanzungstyp Offenbrüter


    Gefährdung nach IUCN "Red List" EN - Endangered (stark gefährdet)


    Beschreibung:

    Der von Pellegrin im Jahr 1903 beschriebene Herichthys labridens ist dieses Mal nicht einfach zu beschreiben. Dieser wunderschöne, aber etwas heikle mittelgroße Buntbarsch benötigt dieses Mal etwas mehr an Aufmerksamkeit. Angefangen bei der Ernährung bis zur Vergesellschaftung muss einfach mehrAugenmerk diesem Cichliden gewidmet werden und von daher ist er nicht für Aquaristik – Anfänger geeignet.

    Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ernährt sich der Herichthys labridens in seinem natürlichen Habitat fast hälftig mit Insekten und Schnecken. Somit hat sich dieser Cichlide seine eigene Nische erschlossen. Dieser Ernährungsform hat man unbedingt Sorge zu tragen. Die Ernährung setzt an,dass es empfohlen wird ballaststoffreiches Futter ohne Verwendung von Mückenlarven und sogar ohne Granulat zu benützen. Am besten nur Grünfutter, spezielles Flockenfutter und spezielle Sticks benutzen. Dieser Cichlide neigt zu Darmerkrankungen mit weißem Kot und Blähbäuchen führt, welches dann zum Tod führen kann.

    Dieser prächtige Bursche benötigt zudem eine sehr gute Filterung. Hier gilt der wöchentliche großzügig bemessenen Wasserwechsel, inclusive der Entsorgung von Schadstoffen sind, als Pflicht. Auch auf Stress wie dem Umsetzen oder falsche Beifische bei einer Vergesellschaftung reagiert er unter Umständen mitKnötchen-Bildung und im Extremfall mit einem Aufbrechen (Aufbruch) der Haut. Dies muss nicht zwangsläufig mit dem Tod enden.

    Nun wenn alle diese Maßnahmen stimmig sind und er dann noch ein schön strukturiertes Aquarium am besten mit Sandböden ( kein Kies – er kaut den Sand nach Nahrung durch ), Steinen, Wurzeln und auch Pflanzen, wird er es uns danken mit seiner schönsten Kleidung. Das Wasser sollte auch jeden Fall kristallklar, unbelastet und sauerstoffreich sein.

    Die Vergesellschaftung funktioniert unter ganz bestimmten Umständen. Einem harmonisierenden Pärchen sollte ein Aquarium mit einer Seitenlänge von mindestens 120 cm angeboten werden. Bei einer Gruppenhaltung sind Kantenlängen ab 150 cm aufwärts angebracht. Dies gilt auch für eine Vergesellschaftung, so kann er auch mit anderen sehr friedlichen Buntbarschen, die in der gleichen friedlichen Einteilung eingestuft sind, sowie mit Welsen, Salmlern und lebendgebärenden Zahnkarpfenvergesellschaftet werden. Sehr schöne Beifische sind die ebenfalls in seinem Habitat vorkommenden Herichthys bartoni, aber keinesfalls mit den Herichthys carpintis. Tja und dann kann ich nur wünschen, dass sich diese wunderschönen Cichliden vermehren und sich somit ihr Weiterleben sichern.


    Bild von Herichthys labridens

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