Herichthys bartoni

  • Im Jahr 1892 beschrieb Dr. Tarleton Hofman Bean noch unter seinem ursprünglichen Namen Bohne, Herichthys bartoni als Acara bartoni. Dieses Mal galt die Ehrung nicht einem Nachnamen sondern einem Vornamen, er ehrte mit der Artnamensgebung seinen Bruder, den Ichthyologen Barton A. Bean.

    Name: Herichthys bartoni


    Deutsche Bezeichnung: Barton´s - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Bean (Bohne), 1892


    Synonyme / Pseudonyme: Acara Bartoni,Cichlasoma bartoni, Parapetenia bartoni, Nandopsis Bartoni,"Cichlasoma" bartoni, Nosferatu bartoni


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Mexiko, Laguna Media Luna, Laguna Anteojitos und noch einige andere Lagunen und Bäche, welche durch den unterirdischen Rio Verde gespeist werden, alle innerhalb das Rio Verde- Tals.


    Beckenlänge: 130 cm


    Wasserwerte: PH > 7, GH mittelhart - hart, Temp. 24° - 30° Celsius


    Beschreibung:

    Im Jahr 1892 beschrieb Dr. Tarleton Hofman Bean noch unter seinem ursprünglichen Namen Bohne, Herichthys bartoni als Acara bartoni. Dieses Mal galt die Ehrung nicht einem Nachnamen sondern einem Vornamen, er ehrte mit der Artnamensgebung seinen Bruder, den Ichthyologen Barton A. Bean. Die Gattung Herichthys als valide Gattung wurde erstmals im Jahr 2003 durch Sven O. Kullander eingeführt und der Gattungsname Herichthys ist eine Kombination aus den Worten Heros, also dem Helden und chthys, dem Fisch, Somit also der heldenhafte Fisch. Doch aller Wahrscheinlichkeit nach, wird Herichthys bartoni den Kampf ums Überleben verlieren. Zu mannigfaltig sind die negativen Einflüsse auf sein eigentlich kleines, eng begrenztes Habitat. Die Ursachen bilden eine Reihe von Unzuträglichkeiten für diesen Cichliden. Ob es der zunehmende Tourismus ist, welcher einfach aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Habitat von Herichthys bartoni

    oftmals um Thermalbäder handelt, welche ganzjährig eine 28° Celsius warme Wohlfühlzone bietet oder die intensive Nutzung der Landwirtschaft in der Umgebung, welche eben auch nicht auf Pestizide verzichtet ist nicht eindeutig geklärt.

    Last but not least ist die größte Bedrohung wiederum von Menschen verursacht, so wurde sein naher Verwandter Herichthys carpintis und der afrikanische Buntbarsch Oreochromis aureus in sein Zuhause eingesetzt. Diese sind Konkurrenten im Kampf um Nahrungsmittel oder Laichplätze, wobei diese beiden Arten Herichthys bartoni oftmals überlegen sind, was wiederum die Vermehrung erheblich beeinträchtigt. Auf jeden Fall ist er nun innerhalb der IUCN als vom Aussterben bedroht gelistet und wird dort unter (VU) geführt. Herichthys bartoni selbst ist ein mittelgroßer Buntbarsch, wo die Männchen so gegen 20 cm und die Weibchen so gegen 14/15 cm groß werden. Die Färbung sieht folgendermaßen aus, die Grundfarbe ist bei den meisten grau bis hellbraun, einige wenige weisen auch eine gelbe Färbung auf. Sein ihn prägendes Bild der Schwarz-Weiß- Färbung legt er an, wenn bis zum Ende der Brutpflege gelaicht wird. Sie sind eigentlich Offenbrüter, doch in ihrer natürlichen Umgebung suchen oder bauen sie sich Höhlen, welche gerade groß genug sind für ein erwachsenes Tier, also ca.20 bis 30 cm tief und welche am Ende einen vergrößerten

    "Raum" bietet. In dieser vergrößerten Kammer deponiert das Paar mehrere hundert Eier. Nach dem Freischwimmen wird dieser Schutzraum nie mehr angeschwommen.Nun auch ich hatte sehr großes Interesse an diesen wunderschönen und edlen Tiere und hatte sie auch schon bestellt, doch ich bekam einfach keines meiner Becken leer und so musste ich leider davon Abstand nehmen. Herichthys bartoni können keinen Stress vertragen, dies würde unter Umständen zu Aufbrüchen und etwaigem Tode führen.Dies gilt es bei ihnen zu beachten. Entweder werden sie als Pärchen in einem kleineren Becken ab 130 Kantenlänge oder als Gruppe bzw. Vergesellschaftung zum Beispiel mit den in ihrem Habitat ebenfallsvorkommenden Herichthys labridens eingesetzt. Dann sollten aber schon 200 cm Kantenlänge zur Verfügung stehen.

    Zu guter Letzt ist der Herichtys bartoni in seinem natürlich Umfeld ein versierter Algen- und Detritus-Fresser. Aber auch Insekten werden von ihm nicht verschmäht. Hierauf ist ganz besonders zu achten. So sollte gänzlich auf Rinderherz, Tubifex und Rote Mückenlarven sollte verzichtet werden, da auch Herichthysbartoni dazu neigen davon Darmkrankheiten zu bekommen und letztlich daran zu verenden. Das sauberes, nicht belastendes Wasser für die Pflege benötigt wird und deshalb der wöchentlichegroßzügige Wasserwechsel stattfinden muss, braucht nicht extra erwähnt zu werden.


    Bild von Herichthys bartoni

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