Vieja hartwegi

  • Vieja hartwegi wurde im Jahr 1980 durch den Ichthyologen Tayler & Miller zunächst als Cichlasoma hartwegi zu Ehren von dem US-amerikanischen Herpelogen Norman Edouard "Kibe" Hartweg (1904 – 1964) beschrieben.

    Name: Vieja hartwegi,


    Deutsche Bezeichnung: Hartweg´s - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Taylor & Miller, 1980


    Synonyme / Pseudonyme: Cichlasoma hartwegi, Paratheraps hartwegi, Paraneetroplus hartwegi


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Mexiko und Guatemala

    Der Typusfisch stammt aus dem Río Grande de Chiapas (=Oberlauf des Rio Grijalva). sie kommen auch in der Presa de Angostura und dem Rio Santo Domingo vor. Ein relativ kleines Verbreitungsgebiet.


    Beckenlänge: 150 cm /200 cm


    Wasserwerte: PH > 7, GH mittelhart bis sehr hart, Temp. 23° - 28° Celsius


    Beschreibung:


    Vieja hartwegi wird ca. 30 cm ( Männchen ) und ca. 25 cm (Weibchen) groß. Sein natürliches Umfeld bilden schnellfließende Gebirgsbäche und Flüsse mit ruhigeren Abschnitten, welche dadurch sehr sauber und sauerstoffangereichert sind. Desweiteren besteht der Bodengrund aus Sand, Steinen und Geröll. Alle Habitate sind nahezu vegetationsfrei. Dies ist natürlich für die Hartwegis schlecht, denn auf ihrem Futterplan steht sehr wohl pflanzliche Kost. Vieja hartwegi nimmt sehr gerne pflanzliche Kost, wie Zucchini, Salat, Gurken oder Löwenzahn. Okay auch andere Kost wie Granulat, Flockenfutter, Krill, Mysis und/oder Mückenlarven werden sehr gerne genommen, er ist eben ein ausgesprochener Allesfresser. Hierbei muss man dann doch etwas regulieren, sie sind so gierig, dass sie schier platzen. Durch ihre Futtergier sind sie auch sehr schnellwachsend. Sie verwerten ihre Kost zudem durch ein agiles Schwimmverhalten. Darum sollte ihr Aquarium bei Pärchen - Haltung als Untergrenze minimum 150 cm und bei Gruppen - Haltung minimum 200 cm Länge haben. Sie sind gut mit anderen Cichliden, welche nicht zu sensibel aber auch nicht zu dominant sind zu vergesellschaften. Möglich wäre eine Vergesellschaftung mit den aus ihrer natürlichen Umgebung stammenden Chiapaheros grammodes. Bei zugesetzten anderen Vieja - Arten kann es dann schon eher sein, dass sich Hybriden bilden.

    Zur Geschlechterunterscheidung, welche jedenfalls für mich nicht so ganz einfach ist, folgendes. Männchen werden größer und bulliger, die Rücken- und Afterflosse sind mehr ausgezogen als beim Weibchen und dieWeibchen haben Flecken in der Rücken- und der Afterflosse. Auch sie bilden Elternpaare, welche Offenbrüter sind und für ihren Laichvorgang Substrate benötigen. In der Regel benutzen sie dafür glatte Steine oder Steinplatten, welche horizontal, diagonal oder vertikal zur Verfügung stehen. Einfach ausprobieren. Wenn diese nicht zur Verfügung stehen kann es unter Umständen auch die Aquariumscheibe sein. Nach dem Schlüpfen brauchen sie dann ein größeres Revier denn sie sind ja sehr schwimmfreudig. Und dann ist es für den Restbesatz nicht mehr sehr lustig, da Vieja hartwegi ihren Jungfischschwarm sehr gut verteidigen. Nun was gibt es noch zu sagen über diesen noch raren, wenig gehaltenen, aber sehr interessanten Vertreter der etwas größeren Cichliden-Arten. Sie entwickeln sich im Alter zu sehr schönen und imposanten Cichliden, welche inzwischen auch auf der Roten Liste unter ( VU ) eingestuft sind.


    Bilder


    Hartwegi 2.jpg


    Hartwegi beim Absichern.jpg

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