Beiträge von Delle E.

    Crenicichla compressiceps ist ein Zwerghechtcichlide mit recht hohem innerartlichem Aggressionspotential, weshalb ihm ausreichend viele Versteckmöglichkeiten geboten werden sollten. An die Wasserwerte stellt er keine großen Ansprüche und auch die Nachzucht bereitet kaum Schwierigkeiten. Er liebt sandigen, bzw. kiesigen Grund mit ein paar flachen Steinen, unter denen er seine Bruthöhlen graben kann.



    Crenicichla compressiceps
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    Erstbeschreibung
    Ploeg, 1986


    Vorkommen
    Der Holotypus wurde von Michel Jegú unterhalb von Jotobal am unteren Rio Tocantins (Pará, Brasilien) gesammelt. Außerdem wurde C. compressiceps im Rio Itacaiunas (linksseitiger Tocantins-Zufluss) und dem Rio Redinha (50 km oberhalb des Tucurui-Dammes), sowie zwei Seen in der Umgebung von Jotobal und in einem Bach, den die Straße von Tucurui nach Mato Grosso bei km 11 kreuzt (Ploeg 1991), nachgewiesen


    Deutscher Name (Übersetzung)
    Zwerghechtbuntbarsch mit seitlich zusammengedrücktem Kopf
    (lat. compressus = „zusammengedrückt“ ; ceps = caput = „Kopf“)


    Habitat
    Strömungsarme Uferabschnitte in ein bis drei Meter tiefem Wasser, zwischen Felsen über Sand- oder Kiesgrund, aber auch im Bereich von Stromschnellen. Schlammiger Grund wird gemieden.


    Größe, Geschlecht
    Grundfarbe der Flossen bei beiden Geschlechtern kräftig gelb mit schwarz gesäumten Flossenrändern.
    Männchen bis 9 cm und mit feinen schwarzen Vertikal-Streifen in den senkrechten Flossen.
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    Weibchen bis 7cm und mit einfarbigen senkrechten Flossen ohne Streifen (laut Costa kein eindeutiges Geschlechtsmerkmal).
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    Pflege
    Die paarweise Haltung ist unter bestimmten Bedingungen möglich (siehe unter Aquariengröße). Besser ist die Haltung in Becken ab 150cm x 50cm Grundfläche, da sich die Tiere so besser aus dem Weg schwimmen können. Aber auch hier sind viele Versteckmöglichkeiten zwischen Ästen, Steinen und Herbstlaub Voraussetzung für eine erfolgreiche Pflege.
    Die Tiere vertragen eine GH von 15, eine KH bis 10, bei neutralem pH-Wert sehr gut. Die Haltungstemperaturen sollten entsprechend ihrer Herkunft zwischen 25°C und 28°C liegen.


    Aquariengröße (Mindestmaß)
    Grundfläche mindestens 80cm x 50cm, mit sehr dichter Bepflanzung oder entsprechend vielen Versteckmöglichkeiten. Angaben gelten für ein Paar. Ausweichbecken ist dringend ratsam, um Weibchen ohne Laichansatz ggf. vor den Aggressionen des Männchens zu schützen.


    Wasserwerte
    An einem Fundort wurden gemessen: pH 6 bis 6,5; < 1° dGH und KH; 25 bis 28°C


    Futter
    Höchstwahrscheinlich ist Crenicichla compressiceps ein Wirbelosen-Fresser. Frost- und Lebendfutter wie z.B. schwarze und weiße Mückenlarven und andere im Wasser lebende Insektenlarven sowie Wasserflöhe und salina werden gern gefressen. Auch ist die Art gut an ein gutes Markenflockenfutter zu gewöhnen.


    Zucht
    Unter einem flachen Stein wird eine Höhle gegraben, in der, nach der Balz (u.a. heftiges Rütteln beider Partner), gelaicht wird. Nachweislich geschah dies bei 8° dGH; 4° KH; pH 7,2 bis 7,5. Reviergröße ca. 50cm². Gute Brutpfleger bei dem das Weibchen bis zum Freischwimmen der Jungen in der Höhle bleibt, währenddessen das Männchen vehement das Revier verteidigt. Später führen beide Elternteile. Aufzucht der Jungen bereitet keine Schwierigkeit.


    Vergesellschaftung
    In das für einen Crenicichla doch recht kleine Maul passen allenfalls schlanke Jungfische bis zu einer Größe von höchstens 1,5cm, weshalb es durchaus möglich ist, diesen kleinbleibenden Hechtbuntbarsch auch mit ausgewachsenen Salmlern der Größe eines Kupfersalmlers (Hasemania nana) zu vergesellschaften.
    Im Gegensatz dazu sollte die Vergesellschaftung mit größeren Cichliden vermieden werden, da dieser „Zwerg“ für einen größeren Räuber eine maulgerechte Mahlzeit darstellen würde.
    Außerhalb der Laichzeit ist C. compressiceps anderen Fischen gegenüber recht verträglich, bzw. beachtet diese kaum.


    Verfasser/Bildautor
    Detlef Eriksson


    Literatur: Stawikowski und Werner, die Buntbarsche Amerikas Band 3

    Die Artentstehung ist eine der zentralen Fragen der von Charles Darwin begründeten Evolutionstheorie.

    Zu einer Art gehören alle (zumeist rezenten) Lebewesen und Populationen, die untereinander ohne menschlichen Eingriff fortpflanzungsfähige Nachkommen zeugen können.

    Schlundzähne kommen bei den meisten Knochenfischen (u.a. Cypriniden, Cichliden usw.) vor und dienen dem Zerkleinern der Nahrung.


    Sie werden oft wegen ihrer unterschiedlichen Form, Anordnung und Anzahl zur Bestimmung und Unterscheidung verschiedener Fischarten genutzt.

    Eine von bisher 24 beschriebenen heroinen Cichliden-Gattungen der neuen Welt.


    Merkmale:

    Seitlich stark abgeflachter Körper.

    Kleiner Kopf und eine gerade vordere Rückenlinie.

    Relativ enge Maulspalte.

    Gewölbte Brust- Bauchkontur.

    Wenige Kiemenrechen und verdickte, über das Körperende hinausragende erste Bauchflossenstrahlen.

    Schlankerer Körper als die nahe verwandten Pterophyllum.

    Gerundete Schwanzflosse.

    Hohe Anzahl an Rücken- und Afterflossenstrahlen.

    Für heroine Cichliden ausgesprochen große Flankenschuppen (24 bis 27).

    Rückenflossenbasis ist beschuppt.

    Bauchflossen setzen vor der Rückenflosse an.

    Schräg verlaufendes Längsband und großer Schwanzwurzelfleck.

    Keine Schwanzstielwirbel.

    Relativ lange Seitenlinienverzweigungen in der Schwanzflosse.

    15 bis 17 unregelmäßig angeordnete Schuppen vor der Rückenflosse.


    Herkunft:

    Flusssysteme des Orinoco, Essequibo, Damerara, Oyapock, Amazonas (einschließlich Negro und Branco), Paraguai und Tocantins.


    Arten:

    Typusart ist M. insignis (Heckel, 1840)

    Weitere Arten:

    M. egregius (Kullander & Silvergrip, 1991)

    M. mirificus (Kullander & Silvergrip 1991)

    M. festivus (Heckel, 1840)

    Unbeschriebene Arten:

    M. sp. „Orinoco“
    M. sp. „Guyana“
    M. sp. „Amazonas“
    M. sp. „Xingu“


    Literatur: Die Buntbarsche Amerikas, Band 1, Stawikowski/ Werner, 1998


    Heros ist eine von bisher 24 beschriebenen heroinen Cichliden-Gattungen der neuen Welt.


    Beschreibung:

    Hohe, seitlich kräftig zusammengedrückte Gestalt mit schmalem Nacken und abgeflachter Brust.

    Aufgrund der geringen Wirbelzahl wirkt der Schwanzstiel verkürzt.

    Relativ weit von der Seitenlinie entferntes Auge.

    Hohe Anzahl der After- (7bis8) und Rückenflossenstacheln (15bis16).

    Für heroine Cichliden verhältnismäßig große Flankenschuppen (27bis30).

    Beschuppte Rücken- und Afterflossenansätze.

    Jungfische tragen acht deutlich ausgeprägte Querbinden.


    Herkunft:

    Oberer Rio Negro- und Orinoco-Einzug (3); unterer Rio Negro, Rio Araguaia, Rio Tocantins (2); Rio Guaporé-System (1); Rio Essequibo-Becken (1).


    Arten und verwandte Gattungen:

    Typusart ist H. severus. Weitere Arten sind H. efasciatus, H. notatus, H. sp. "Inirida", H. sp. "Orinoco", H. sp. "Guiana".

    Nahe verwandte Gattungen sind Symphysodon, Pterophyllum, Mesonauta und Uaru.

    Wurzelholz des z.T. waldbildenden afrikanischen Baumes Colophospermum mopane, das zu Dekozwecken im Aquarium Verwendung findet.


    Auch Mopane Colophospermum mopane, ein Hülsenfrüchtler (Fabaceae) der in Afrika 4 bis 18 Meter hohe Busch- und Baumbestände bildet und auf alkaischen, schlecht entwässernden Böden vorkommt. Die Verwendung im Aquarium ist nicht ganz unumstritten, da es beim Einsatz in Garnelenbecken zu Ausfällen gekommen sein soll.

    Digene Trematoden (Saugwürmer)


    Endwirte sind zumeist Warmblüter, vor allem Wasservögel. Mit dem Vogelkot gelangen die Eier der Trematoden, aus denen sogenannte Wimpernlarven (Miracidien) schlüpfen, in ein Gewässer und dringen in Wasserschnecken ein, die den ersten Zwischenwirt darstellen. Danach verlassen sogenannte Cercarien (Gabelschwanzlarven) den Wirt und dringen aktiv in die Fischhaut ein, wo sie als 0,5 bis 1 mm große schwarze Punkte zu erkennen sind.


    Da es tausende von Trematodenarten gibt, kann der oben beschriebene Vorgang allerdings nur als ein Beispiel angesehen werden.

    In einer Erstbschreibung festgelegtes und für die Art typisches Individuum (Tier oder Pflanze).


    Nach den strengen internationalen Regeln des Typus-Verfahrens der taxonomischen Nomenklatur, wird ein einzelnes, entsprechend gekennzeichnetes Exemplar (z.B. eines Fisches) als Holotypus festgelegt. Das dazugehörige Exemplar des anderen Geschlechts wird als Allotypus bezeichnet. Alle weiteren Exemplare in einer Typus-Serie werden als Paratypus bezeichnet.

    Es ist möglich, dass die Angaben in einer Erstbeschreibung ungültig werden, wenn in neueren Untersuchungen anhand des Holotypus abweichende Merkmale festgestellt werden.

    Symphysodon ist eine von bisher 24 beschriebenen heroinen Cichliden-Gattungen der neuen Welt.


    Beschreibung

    Auffällig hochrückigere, seitlich noch mehr als die Heros-Arten komrimierte Gestalt.

    Die abgerundeten Rücken- und Afterflossen sind derart stark beschuppt, dass sie diese nicht vollständig anlegen können.

    Stirn, Vorkiemendeckel und Unterkiefer tragen keine, die Wangen zahlreiche kleine in 7 bis 8 Reihen angeordnete Schuppen.

    Nur die Mitte des Ober- und Unterkiefers trägt einige einspitzige Zähne. Ebenso reduziert ist die Schlundknochenbezahnung.

    Sie besitzen kurze Kiefer und ein sehr kleines Maul mit fleischigen Lippen.


    Herkunft

    Solimóes/Amazonas vom Putomayo/Ica bis zum Mündungstrichter, einschließlich der Insel Marajó (Brasilien), sowie die Unterläufe der großen Amazonas-Zuflüsse, wie z.B. Rio Purus, Rio Madeira, Rio Tapajós, Rio Xingu, Rio Tocantins (S. aequifasciatus), Rio Negro, Rio Trombetas, Rio Canuma, Rio Abacaxis (S. discus).


    Arten

    Symphysodon discus Heckel 1840

    Symphysodon aequifasciatus Pellegrin 1904.

    Symphysodon tarzoo Lyons, 1959.

    Symphysodon haraldi Schultz 1960.

    Symphysodon sp. 2

    Eine von bisher 24 beschriebenen heroinen Cichliden-Gattungen der neuen Welt.


    Beschreibung:

    Hohes, bei adulten Tieren fast senkrecht ansteigendes Stirnprofil.

    Die Seitenlinie setzt sich auf der oberen Hälfte der Caudale fort.

    Für heroine Cichliden relativ große (meistens 26) Flankenschuppen.

    Unregelmäßige Schuppenanordnung vor der Dorsale.

    Drei bis vier Wangenschuppenreihen, die vorne keilförmig auseinander laufen.

    Vergleichsweise langer Kiefer, einspitzige Zähne (die vorderen etwas vergrößert).

    Kurzer Schwanzstiel und keine Caudalrippen.


    Herkunft:

    Gesamter Ucayali, peruanischer Amazonas, Solimoes, brasilianischer Amazonas bis zum unteren Tocantins bei Cameta, gesamter Xingu-Einzug, Rio Negro, Rio Branco, oberer und mittlerer Orinoco, Oyapoque.


    Arten:

    H. temporalis (Günther, 1962)

    H. coryphaenoides (Heckel, 1840)

    Überdüngung eines stehenden Gewässers (auch Aquarium).


    Aus dem Griechischen von eutrophos = gut genährt.

    Allgemein ist der Begriff 'Eutrophierung' in der Ökologie gebräuchlich und bedeutet einen Nährstoffeintrag.

    In Bezug auf stehende Gewässer wird damit aber eine Überdüngung bezeichnet, die oft an einem einseitig starken Wachstum u.a. von Algen zu erkennen ist.

    zerfallende organische Substanzen im Wasser


    Detritus (lat. Abrieb) ist ein wichtiger Bestandteil in der Nahrungskette und besteht aus zerfallenden pflanzlichen und tierischen Überresten. Die darin befindlichen Organismen (Destruenten) bestehen zum großen Teil aus Bakterien und Pilzen, die auch Bestandteil der Darmflora vieler Karpfenfische und wesentlich an der Aufschließung von Nahrungsbestandteilen beteiligt sind.

    Typusexemplar des jeweils anderen Geschlechts des Holopypus.


    Nach den strengen internationalen Regeln des Typus-Verfahrens der taxonomischen Nomenklatur, wird ein einzelnes, entsprechend gekennzeichnetes Exemplar (z.B. eines Fisches) als Holotypus festgelegt. Das dazugehörige Exemplar des anderen Geschlechts wird als Allotypus bezeichnet. Alle weiteren Exemplare in einer Typus-Serie werden als Paratypus bezeichnet.

    Vorkommen nahe verwandter Arten in geografisch isolierten Verbreitungsgebieten


    Als Allopatrie (auch Allopatrische Artbildung) wird in der Biologie eine Verbreitungsform bezeichnet, bei der in geographisch getrennten Habitaten, nahe verwandte Arten vorkommen, die sich genetisch voneinander unterscheiden.

    Anscheinend wird in Wissenschaftskreisen schon länger darüber diskutiert, ob eine Artbildung ohne Isolation überhaupt möglich ist.

    Das Gegenteil der Allopatrie ist die Sympatrie.

    Vorderer Wirbelbereich im Bereich der Bauchhöhle.


    Die Wirbel bei Fischen, die hinter dem Kopf liegen und die keinen Hämaldorn besitzen, werden als Präcaudalwirbel, bzw. weitläufig als Abdominalwirbel bezeichnet.

    Kein System, Ronny?


    Dann möchte ich mal wissen, wie bei dir mit System aussieht. :thumbup::thumbup::thumbup:


    Das ist (bis auf die Welse) ein fast reines Mittelamerika Aquarium.

    Was aber nicht mehr der Fall wäre, zögen Andinoacara ein.


    Wenn es unbedingt eine dritte Art sein soll, würde ich zu etwas größerem tendieren, das einen Formkontrast dsrstellt und natürlich wenig aggressiv sein sollte.

    Wie wäre es z.B. mit Hypsophrys nicaraguense? Wird ca. 25cm lang.


    Viele Grüße

    Delle

    Wow!


    Die Flusskiesel mit den transparent angeordneten Wurzeln bringen die Tiefe des Aquariums supergut heraus, Ronny! :thumbup:


    Herotilapia multispinosa hatte ich auch mal. Wenn die brüten sehen die mega gut aus! Und ihre Wandlungsfähig ist ebenfalls hervorzuheben. Von leuchtend zitronengelb bis hin zu pechschwarz in kurzer Zeit.

    Die Kombi mit den Thorichtys meeki und den grünen Schwertträgern finde ich ebenfalls stimmig.


    Weniger ist oft mehr!

    Willst Du wirklich um eine weitere Art erweitern?

    Never change a running System!


    Viele Grüße

    Delle