Steckbrief von Amatitlania septemfasciata

  • Amatitlania septemfasciata wurde jahrelang als Cryptoheros spilurus angesehen.


    Name: Amatitlania septemfasciata


    Deutsche Bezeichnung: Siebenstreifen - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Regan, 1908


    Synonyme / Pseudonyme: Cichlasoma septemfasciatum, "Cichlasoma" septemfasciatum, Archocentrus septemfasciatus, Cryptoheros septemfasciatus


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Costa Rica, Nicaragua, Rio Banano, Rio Corinto, Rio Destierro, Rio Iroquois, Rio Same, Río San José und Rio Sixaola


    Größe Männchen: 15 cm


    Größe Weibchen : 12 cm


    Wasserwerte: pH-Wert 7 - 7,8 reicht, Gesamthärte von mittelhart bis hart (10° - 20°) und Temperaturen von 21 ° bis 28° Celsius.


    Ernährung: omnivore


    Beschreibung:

    Amatitlania septemfasciata wurde schon im Jahr 1908 durch Regan beschrieben, damals noch als Cichlasoma septemfasciatum. Als Fundort benannte Regan den Río Iroquois in Costa Rica und er hat auch mit der Artnamens - Gebung auf ein äußeres sofort erkennbares Merkmal hingewiesen... das Wort septemfasciatus kommt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt septem für sieben und fasciatus für Streifen... Bänder, welche sich vertikal auf der Fischseite zeigen. Somit haben wir hier einen Siebenbänder - Buntbarsch. Dieser kleinere sehr agile schwimmfreudige Cichlide, wo das Männchen gegen 14/15 cm wird und die Weibchen 2 - 3 cm kleiner bleiben wurden dann im Laufe der letzten 100 Jahre so in einige diverse Cichliden - Gattungen verschoben. 1983 bedingt durch die Revision der Cichlasomas durch Kullander in das Sammelsurium " Cichlasoma ", durch Loiselle im Jahr 1997 in die Gattung Archocentrus, durch Allgayer im Jahr 2001 wurde er zum Cryptoheros und letztendlich erst im Jahr 2016 wurde er durch Rican in die 2007 durch Schmitter - Soto geschaffene Gattung Amatitlania, verschoben und das Ganze obwohl er jahrelang als identisch zu dem Crytoheros spilurus gesehen wurde.


    Amatitlania septemfasciata hat sein Habitat eigentlich in einem sehr kleinen Verbreitungsgebiet innerhalb Costa Ricas aber auch in Nicaragua. Dieses Gebiet befindet sich auf der dem Atlantik zugewandten Seite und umfasst grob folgende Flüsse, Rio Banano, Rio Corinto, Rio Destierro, Rio Iroquois, Rio Same, Río San José und Rio Sixaola. Und ja was soll ich sagen, gefunden wurden sie sogar bis in eine Höhe von 1.800 m Höhe. Dies sind eigentlich alles durchweg schnellfließende Gewässer, welche vom pH-Wert bei 7 - 7,8 reicht, bei der Gesamthärte von mittelhart bis hart (10° - 20°) und bei den Temperaturen von 21 ° bis 28° Celsius reicht.


    An diese Begebenheiten sollten wir denken, wenn wir diese wehrhaften Cichliden pflegen. In ihrem natürlichen Habitat kommen sie schon auch mit mittelgroßen, wie denn Cribroheros oder großen wie den Parachromis managuensis in Kontakt und hier zeigt sich ein weiteres Mal, welch gute Elterntiere ein eingespieltes Amatitlania septemfasciata - Paar sind. Es sind eben Amatitlanias, welche aufgrund ihrer " Größe " es eben doch auch mit weit größeren Fischen in puncto Wehrhaftigkeit bzw. Mutes locker aufnehmen. Aufgrund ihrer Schwimmfreudigkeit sollte ihnen bei Pärchen - Haltung ein Aquarium von minimum 100 cm Kantenlänge geboten werden. Auch können zum Septemfasciata größere Cichliden dazu gesellt werden, sie schaffen das. Nur dann ist ein größeres Aquarium von Nöten. Bei ihnen ist nur dafür zu sorgen, dass sie in einem unbelasteten und sauerstoffreichen Behältnis leben, dass heißt für uns immer einen umfangreichen Wasserwechsel und genügend Sauerstoffzufuhr, so dass sie uns ihre sieben Streifen ( Bänder ) nicht zeigen. Diese ist ein Ausdruck für Unwohlsein oder Schreckhaftigkeit. Dann noch etwas Steine und Gehölz dazu und fertig ist das Cichliden - Becken.


    Auch Amatitlania septemfasciata sind Höhlenbrüter ( Substatlaicher ), welche in direkte Höhlen, Felsspalten oder an geschützte Unterstände auf Steinen oder Wänden ihren Laich hinterlassen. Und so sollten wir ihnen helfen ihre Brutstätten zu finden. Dann können wir auch wenn gewünscht Pflanzen einbringen, diese werden dann nicht beachtet. Denn wenn sie beim eigenen Ausheben einer Bruthöhle im Wege vorfinden, wird es zur Seite geräumt und seien es Pflanzen.


    Und so ab 5cm bei den Männchen und etwas kleineren Weibchen dürfte für die Nachzucht nichts mehr im Wege stehen, nach der befruchteten Eiablage dauert es dann noch ca. 4 Tage bis zum Schlüpfen. Dann wuseln ca. 200 - 250 Nachzuchten, welche von den Elterntieren bis aufs " Messer " verteidigt werden, auch gegenüber größeren, wo möglichen " Fresstieren".


    So zum Schluss noch ein paar Wort zur Ernährung. Aus ihrem natürlichen Umfeld sind sie gewohnt sich von Algen, Blättern, Früchten, Wasserinsekten und Bodendetritus zu ernähren. Deshalb kann man sie getrost Allesfresser nennen, welche sämtlich dargebotene Nahrung zu sich nehmen. Nur sollten wir darauf achten, dass sie auch pflanzliche Nahrung in jeglicher Form ebenfalls bekommen.


    Bild von Amatitlania septemfasciata

    Viele Grüße


    Roland



    Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

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    LEDaquaristik

  • -Joerg-

    Hat den Titel des Themas von „Amatitlania septemfasciata“ zu „Steckbrief von Amatitlania septemfasciata“ geändert.