Steckbrief Amatitlania myrnae

  • Der Topas - Buntbarsch ist ebenfalls ein kleinerer Vertreter Mittelamerikas.


    Name: Amatitlania myrnae


    Deutsche Bezeichnung: Topas - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Paul V. Loiselle, 1997


    Synonyme / Pseudonyme: Archocentrus myrnae, Cichlasoma septemfasciatum, Cryptoheros myrnae


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Costa Rica und Panama


    Rio Estrella, Rio Uatsi, Rio Guarumo


    Größe Männchen: 13 /14 cm


    Größe Weibchen: 11 /12 cm


    Wasserwerte: pH 7,0-8,5; gH 15° - 30°; Temperatur 23-26°Celsius.


    Ernährung: omnivore


    Beschreibung:

    Der amerikanische Ichthyologe Dr. Paul V. Loiselle beschrieb den Amatitlania myrnae im Jahr 1997 noch als Archocentrus myrnae. Dieser Buntbarsch war bis dato unter dem Namen „Cichlasoma“ sp. „Topaz“ bekannt. Daher auch sein deutscher Name Topas - Buntbarsch. Die Widmung galt der aus Costa Rica stammenden Ichthyologin Myrna Isabel López Sánchez,welche Direktorin des Zoologischen Museums in San Jose war. Ihr Verdienst war, dass sie ihm im Jahr 1986 anlässlich einer Fangreise innerhalb Costa Ricas half, das Material für diesen Fisch zu besorgen. Und dies war schwierig genug, denn nach dem heutigen Wissen findet man diesen kleinen Cichliden, ja auch er überspringt die Zwergbuntbarsch - Grenze gerade so mit 13 / 14 cm ( Männchen ) und die Weibchen sind 2 - 3 cm kleiner, findet man nur im karibischen Tiefland östlich des Talamanca-Gebirges im Südosten Costa Ricas und im angrenzenden Nordosten Panamas. Hier sind sie endemisch. In folgenden Gewässern wurden sie nachgewiesen - welche in den Atlantik münden, der Rio Estrella und der Rio Uatsi in Costa Rica und in Panama der Rio Guarumo und auch im Rio Sixaola-Becken, welcher die Grenze zwischen den beiden Staaten bildet. Die Wasserwerte sehen folgendermaßen aus pH 7,0-8,5; gH 15° - 30°; Temperatur 23-26°Celsius.



    In seiner gerade einmal etwas über 20 jährigen Geschichte hatte dieser kleine Cichlide doch schon einige Verschiebungen und Revisionen hinter sich gebracht. So wurde er schon 1998 durch Bussing umbenannt und zwar in Cichlasoma septemfasciatum, da das Verhalten wie auch Größe dem des heutigen Amatitlania septemfasciata sehr stark ähnelte. Im Jahr 2001 verschob Robert Allgayer den Myrnae zu den Cryptoheros und letztendlich hat Rican ihn im Jahr 2016 in der jetzt gültigen Gattung Amatitlania platziert.



    Nun wie sollte ein entsprechendes Aquarium aussehen ? Da ihr natürliches Umfeld sowohl aus mittleren bis schnellfließenden Gewässern besteht, sie selbst aber eher im flachen Teil dieser Gewässer zu finden sind, in welchem sich letztendlich Sand, Kies, Blätter und Gehölz auf den Boden sinken können, sollten wir das Aquarium ebenfalls so einrichten. Einen Sand - oder Kies-Sand - Boden durchzogen mit Steinen und Gehölz. Und hier wieder so anordnen, dass Unterstände oder gar Höhlen entstehen, sie sind eben sogenannte Höhlenbrüter. Es können auch Pflanzen mit verbaut werden, aber nötig sind sie nicht. Das Wasser sollte mittelhart bis hart sein und glasklar. Und hier sollte als Minimum ca. 100 cm Aquarium-Kantenlänge bei Pärchen - Haltung gelten, in der Gruppe dann entsprechend mehr.


    Wenn sich dann ein Paar gefunden hat, wobei hier die Initiative vom Weibchen ausgeht, welches sich im Gegensatz zum Männchen extrem farblich verändert, wird alsbald eine Höhle oder Unterstand als Revier auserkoren und den Amatitlanias zur Ehre gereichend verteidigt. Auch hier können wir wieder von der Natur lernen.. sie brüten, was wir schon hatten, im Frühjahr vor Beginn der Regenzeit. Also bei wärmeren Gewässer-Temperaturen. Das Gelege, welches dann so um die plus/minus 100 Eier hat, wird frenetisch und außerordentlich tapfer bewacht. Nach dem Schlüpfen werden die Jungen vom Weibchen direkt bewacht, während das Männchen die Umgebung absichert. Und dieses geschieht noch sehr lange Zeit. Zum Teil übertreiben sie dies auch, so wurde beobachtet, dass sie auch Gelege anderer Arten bewachen, so als wären es ihr Eigenes.


    Nun gut auch sie sind Allesfresser ( omnivore ) und hier sollte darauf geachtet werden, dass sie ihren pflanzlichen Anteil bekommen wie im natürlichen Umfeld. Wie man sieht eine sehr einfach zu haltende wunderschöne Cichliden - Art, welche uns hier Mittelamerika zu bieten hat.



    Bild von Amatitlania myrnae

    Viele Grüße


    Roland



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