Gattung Andinoacara

  • Hallo zusammen


    Andinoacara - Gattung

    Die Andinoacara Gattung -> West - Anden -> Südamerika und Mittelamerika


    Der Name Andinoacara setzt sich aus dem spanischen Wort für Anden -> „Andino“ und dem aus der uralten Tupi - Guarani – Sprache stammendem Wort für Buntbarsch „acara“ Damit bedeutet "Andinoacara" also übersetzt -> Andenbuntbarsch.


    In die erst im Jahr 2009 durch Musilová, Říčan & Novák neu erstellte Gattung Andinoacara wurden die bisherigen Arten der Aequidens rivulatus - und der Aequidens pulcher - Gruppe überführt.


    Derzeit gehören dieser "neuen" Gattung 10 Arten an, von denen bislang jedoch nur acht Arten wissenschaftlich beschrieben sind. Diese werden durch zwei noch nicht beschriebene Arten ergänzt.

    Mit einer Ausnahme handelt es sich Andinoacara um eine Gattung südamerikanischer Buntbarsche, Andinoacara coeruleopuncatus kommt sowohl in Süd- als auch in Mittelamerika vor, wobei die Verbreitung in Mittelamerika wesentlich größer ist als im Süden.


    Andinoacara rivulatus - Komplex

    1. Andinoacara biseriatus (Regan 1913)
    2. Andinoacara blombergi Wijkmark, Kullander & Barriga Salazar, 2012
    3. Andinoacara rivulatus (Günther, 1860))
    4. Andinoacara sapayensis (Regan 1903)
    5. Andinoacara stalsbergi, Schindler & Staeck, 2009)


    Andinoacara pulcher - Komplex


    1. Andinoacara coeruleopunctatus, Kner 1863 ( Vorkommen auch in Mittelamerika )
    2. Andinoacara latifrons (Steindachner 1879) (Typusart)
    3. Andinoacara pulcher (Gill, 1858))

    unbeschrieben

    • Andinoacara sp. „Maracaibo"

    • Andinoacara sp. „Zamora“


    Das Verbreitungsgebiet der Gattung Andinoacara erstreckt sich im nördlichen Teil Südamerikas auf der Westseite, also dem Pazifik zugewandt von Peru, über Ecuador, sowie West –und Nordkolumbien. Aber ebenso in Venezuela, dem Strömungsgebiet des Orinoko, im südlichen Mittelamerika mit Panama, Costa Rica und der Insel Trinidad bis nach Nicaragua und Guatemala.

    Viele Grüße


    Roland



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  • Andinoacara biseriatus


    Andinoacara biseriatus ist eine von fünf Arten, die dem Andinoacara rivulatus - Komplex zuzuordnen sind.


    Name: Andinoacara biseriatus


    Deutsche Bezeichnung :


    Erstbeschreiber: Regan, 1913


    Synonyme / Pseudonyme: Cichlasoma biseratum, Aequidens biseratus


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Südamerika ( West-Anden )


    Vorkommen: Kolumbien

    Rio San Juan, Rio Condoto, Rio Quito, Rio Baudo und Rio Atrato


    Größe Männchen : 15 cm


    Größe Weibchen : 12 cm


    Wasserwerte: pH-Wert 6,0 - 7,0 ; Härtegrad dH < 10° , Temperatur von 22° - 30° Celsius


    Ernährung : carnivor


    Beschreibung:

    Die Beschreibung dieses Cichliden erfolgte im Jahr 1913 durch den bekannten Ichthyologen Regan. Die Artnamensgebung erfolgte vermutlich anhand von bi dem lateinischen Namen für zwei und seriatus für dunkelstreifig, somit für zweimal dunkelstreifig.

    Das Verbreitungsgebiet des Andinoacara biseriatus liegt im Westen Kolumbiens und reicht bis an die Grenze von Panama. Folgende Populationen wurden in folgenden Flüssen nachgewiesen, im Einzugsgebiet des Rio San Juan, hier sei besonders der Rio Condoto (Typuslokalität) genannt. Auch im Rio Quito Einzug und im Rio Atrato sowie im Rio Baudo. Hier lebt er im Uferbereich, welches mit Wasserpflanzen, Schwimmpflanzen und Wurzeln seinen Schutz bietet. Es ist gekennzeichnet durch klares Wasser.

    Die Wasserwerte sind folgend pH 6,5 – 7,5; dH < 10°, 22° – 30° Celsius

    Auch er ist von Natur aus ein Offenbrüter, welcher zur Eiablage ein Substrat in Form von blankgeputzten Steinen benutzt. Noch kurz zur Ernährung, auch Ihn kann

    man getrost mit allem Füttern was ins Maul passt. Nur die Nahrung sollte eben nicht zu groß ein.

    Eine Vergesellschaftung mit ihm zusammen ist leicht möglich, da er ein ausgesprochen friedlicher und einfacher Cichlide ist

    Auf Pflanzen braucht nicht verzichtet werden, im Gegenteil, er benötigt jede Art der Rückzugsmöglichkeit.

    Viele Grüße


    Roland



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  • Andinoacara blombergi


    Name : Andinoacara blombergi


    Deutsche Bezeichnung :Blombergs - Buntbarsch


    Beschreiber : Wijkmark, Kullander & Barriga Salazar, 2012


    Gattung: Andinoacara


    Familie : Cichliden


    Herkunft : Südamerika -> Nördliches Ecuador

    Rio Esmeralda


    Größe Männchen (in cm): < 20


    Größe Weibchen (in cm) : 15


    Wasserwerte : pH 7 - 8, dH < 20°, 22°- 26° Celsius


    Fortpflanzungstyp : Offenbrüter Substratlaicher


    Ernährung : Carnivore (Fleisch)


    Beschreibung :

    Der Andinoacara blombergi wurde recht spät im Jahr 2012 durch Wijkmark, Kullander & Barriga Salazar zu Ehren des schwedischen Forschungsreisenden, Sachbuch-Autors, Fotografen und Dokumentarfilmers Rolf Blomberg ( 11. November 1912, Schweden - 08. Dezember 1996, Ecuador ) beschrieben. Bislang sind Fundorte nur im Einzugsgebiet des Rio Esmeralda bekannt. Ja sein Lebensraum könnte nicht unterschiedlicher sein, es reicht von Klarwasser mit starker Strömung und steinigem Untergrund hin bis zu langsam fließenden, schlammigen und trüben Bächen und Drainage-Systemen mit sandigen oder sogar schlammigen Böden. Das Pflanzenvorkommen in diesen Habitaten reicht von spärlich bis üppig. Die Wasserwerte sind für Südamerika eher untypisch, da der pH-Wert sich vorwiegend im alkalischen Bereich bewegt.

    Der Andinoacara blombergi ist ein Buntbarsch, welcher jedes ihm gereichte Futter gerne annimmt und dies obwohl er eigentlich und darauf sollten wir achten, sich carnivor ernährt. Auf die Wasserparameter muß bei ihm nicht so geachtet werden, nur es sollte eine sehr gute Filterung vorhanden sein. Auch auf den wöchentlichen, großzügigen Wasserwechsel möchte auch er nicht verzichten.

    Das Becken sollte so gestaltet werden, dass Reviere gebildet werden können und genügend Verstecke vorhanden sind, damit sich die Tiere auch mal zurückziehen können. Pflanzen sollten barschfest sein.

    Nun der Andinoacara blombergi ist ein typischer Buntbarsch, er lebt monogam und bildet feste Paare und ja er versteht es durchaus sich durchzusetzen, daher ist eine Vergesellschaftung mit eher robusten Cichliden und / oder anderen Fischarten anzustreben. Die Beckengröße ist im Fall der Vergesellschaftung dann anzupassen. Im Gegensatz zu vielen anderen südamerikanischen Buntbarschen lässt sich der Andinoacara blombergi sogar mit mittelgroßen Cichliden aus Mittelamerika vergesellschaften, da sowohl die Wasserparameter als auch das Durchsetzungsvermögen sehr ähnlich sind.

    Viele Grüße


    Roland



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  • Hallo zusammen,

    nun der Unterschied zwischen einem Andinoacara latifrons und einem Andinoacara pulcher ist wo anzusiedeln.


    ich habe hier eine Aussage ….. könnt ihr dieser zustimmen ?



    Diese Art ist nicht schwer zu halten. Es ist haltbar, solange Sie eine gute Wasserqualität. Mit anderen Worten, sollten Sie das Wasser regelmäßig ändern, vorzugsweise große Mengen. Die Art wird oft als blau cichlid (verkauft Andinoacara pulcher ) , wenn viele Menschen den Unterschied sehen oder fühlen sich nicht. Der einfachste Weg , verschiedene Arten zu unterscheiden ist Andinoacara latifrons hat rote Nähte an der Rückenflosse , während Andinoacara pulchers Äquivalent , das weiß oder elfenbeinfarben. Ansonsten sind sie sehr ähnlich.

    Viele Grüße


    Roland



    Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

  • Hallo Roland,


    Ich finde das schwierig. Man liest immer mal wieder, dass viele unserer A. pulcher eigentlich latifrons seien. Das dürfte auch auf meine ehemaligen zutreffen. Ich habe mich immer gewundert, warum sie nicht ganz zu den pulcher im Buch gepasst haben.

    Für mich sind die mit den goldenen Schuppen-Reihen in der Schulter pulcher und die mit nur einzelnen Glanzpunkten latifrons. Ich hoffen man erkennt, was ich meine. Auf Fotos ist das auch immer vom Licht abhängig.

    Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck.


    Was das Rot in den Flossen angeht, habe ich es zumindest bei A. pulcher noch nie gesehen.

  • Hallo Malte,


    das passt. Ich wollte nur noch einmal sicher gehen bevor ich einen Quatsch schreibe .

    Von der Größe her müsste die Länge mit der des Pulcher übereinstimmen,

    Viele Grüße


    Roland



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  • Hallo Malte,


    klar ist, dass sie auch zu den Latifrons gehören können. Ist eben auch noch eine Gattung wo nicht zu 100 % entschlüsselt ist.

    Viele Grüße


    Roland



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