Chuco godmanni (Günther, 1862)

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  • Hallo Ronny,

    Wie sieht es mit dem Stirnbuckel aus Roland?

    nun mir sind die ohne Stirnbuckel einfach lieber und die gibt es auch. Darauf lege ich keinen Wert.

    Viele Grüße


    Roland



    Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

  • Nein ich meinte wodurch dieser so extrem werden kann.

    Manche Cichliden sehen ja auch völlig aus der Form aus, was auf Verfettung schließen lässt.

    Kann die Größe des Stirnbuckels auch durch ein zuviel an Futter beeinflusst werden?

  • Hallo Ronny,


    durch falsche Fütterung.

    Dieser Stirnbuckel ist aus reinem Fett, ergo fettreiches und proteinhaltiges Futter fördern hier diese Fettanreicherung und balaststoffreiches Futter bremsen diesen. Was mir selbst nur nicht klar ist, hmm warum ist dies eigentlich nur bei Männchen der Fall. Weibchen haben ihn nicht und warum ist dies auch noch vom Standort abhängig. Vergleiche einmal den Melanurus aus dem Petensee und den aus Mexiko oder Belize. Der Melanurus aus dem Petensee haben diesen eigentlich immer, egal die wievielte Generation und die Anderen nicht. Also hat dies auch etwas mit den Genen zu tun.

    Viele Grüße


    Roland



    Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

  • Hallo Ronny,


    Wie Roland schon richtig schreibt, spielen Futter und Genetik eine Rolle.


    Bei der Genetik geht es erstmal um die Veranlagung der einzelnen Art oder Standortvariante.

    Da können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Zum einem darf so ein Stirnbuckel den Fisch nicht zu sehr benachteiligen, zum anderen muss der Fisch dadurch auch einen entsprechenden Vorteil erhalten.


    Hohe Konkurrenz durch höhere Individuendichte dürfte den Stirnbuckel bei hochrangigen Tieren fördern, da sie dadurch ihre Position in der Hierarchie zeigen, Weibchen beeindrucken können usw. Die Tiere haben also einen klaren Nutzen bei der Fortpflanzung davon und somit hat sich die Veranlagung dazu verfestigt.


    So ein Buckel braucht aber Kalorien um aufrecht erhalten zu werden. Nicht umsonst wird er manchmal nur in Paarungslaune größer. Außerdem kann er ziemlich hinderlich sein, wenn man öfter mal schnell abhauen oder sich zwischen Ästen und Felsen durch zwängen muss. Dazu kommt dann noch der aktiv höhere Energieverbrauch durch den Strömungswiderstand.

    Da macht es schon Sinn, dass ein V. melanurus aus dem Peten See sich einen größeren Stirnbuckel als z.b. die Tiere aus dem South Stann Creek in Belize erlauben kann.


    Wenn man die Tiere mehr (oder zu viel) füttert, können sie entsprechend ihrer Veranlagung größere oder sogar unnatürlich große Stirnbuckel aufbauen. Ich gucke da immer auf die Bauchlinie und die Beule zwischen den Bauchflossen. Von daher würde ich sagen, Rolands Fische stehen recht gut im Futter, sind aber noch nicht zu fett für meinen Geschmack


    Außerdem kommt noch die individuelle Veranlagung dazu. Das wie bei uns. Manche Leute essen und essen und werden nicht fett und bei anderen bleibt jede einzelne Kalorie direkt am Bauch hängen.


    So ein Buckel erfordert schon die passende individuelle Veranlagung.

  • Steckbrief von Chuco godmanni


    Einer der 3 Arten der Chuco - Gattung.

    Diese Arten sind alle sehr friedlich und gut zu vergesellschaften.


    Name: Chuco godmanni, Godmann - Buntbarsch


    Erstbeschreiber: Albert Günther ( 1862 )


    Synonyme: Heros gomanni, Theraps godmanni und Vieja godmanni


    Familie: Buntbarsche, Cichlidae


    Herkunft: Mittelamerika


    Vorkommen: Guatemala


    Beckenlänge: ab 200 cm


    Wasserwerte: PH > 7, GH hart, Temp. 22° - 28° Celsius


    Beschreibung: Chuco godmanni ist ein großwerdender Cichlide, entsprechend sollte die Ernährung gestaltet werden. Er ist im Grunde genommen ein Allesfresser ( omnivore ), nur sollte bei ihm auch auf Zusatznahrung in Form von pflanzlicher Kost nicht verzichtet werden.. Seine Größe liegt bei Männchen bei 40 cm, wobei die Weibchen ca 10 cm kleiner bleiben. Er ist ein ausgesprochen guter Schwimmer, welcher es liebt sich treiben zu lassen und womöglich gegen Strömungen anschwimmt. Bei entsprechender Vergesellschaftung, es gehen alle größeren nicht aggressiven Cichliden Mittelamerikas, wie z.Bsp. Mayaheros oder Viejas. Ihm langt also ein Becken mit 200 cm. Es dürfen aber auch mehr sein. Aufgrund seines Schwimmverhaltens und seiner schieren Größe würde ich aber auch dann auf Pärchen - Haltung gehen und von einer Gruppenbildung absehen.

    Viele Grüße


    Roland



    Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.